Sonntag, 1. Mai 2005

Hommingberger Fischtafel

Heute mal kein Rezept, sondern gleich eine ganze Hommingberger Tradition.

Zunächst einmal braucht man dafür ein paar trinkfeste Freunde, die man am besten mit einem kleinen Korn bergüsst, den man mit einem Bierchen runterspült. Danach stellt man sich um einen Tisch und schüttet so lange Korn in sich rein, bis der erste umkippt.

Dann beginnt der eigentliche Teil der Fischtafel. Man begibt sich jetzt gemeinsam zu einem Bach mit möglichst vielen Hommingberger Gepardenforellen. Diese versucht man nun mit blossen Händen zu fangen, um diese dann zu grillen. Einigen ist jetzt vielleicht aufgefallen, dass hier plötzlich von einem Grill die Rede ist, haben wir den etwa vergessen ? JA ! Ist aber auch nicht schlimm, da alle Teilnehmer eh' zu besoffen sind, um noch irgendwelche koordinierten Handlungen vorzunehmen. Sollte es tatsächlich mal jemanden gelingen eine Gepardenforelle zu fangen - vermutlich ein suizid-gefährdetes Exemplar - wird diese auch wieder zurückgeworfen.

Die Tradition der Fischtafel geht angeblich auf eine Fehlinterpretation des Sprichwortes "Fisch muss schwimmen" zurück, das ein etwas angetrunkener Koch der "Hommingberger Wassermühle" so interpretierte, dass man den Fisch am besten im Bach isst.

Wird bekannt, dass wieder eine Hommingberger Fischtafel veranstaltet wird, machen sich auch viele andere Bewohner von Hommingberg auf den Weg, um das putzige Verhalten der Teilnehmer am Bach in freier Natur zu beobachten, es ist wirklich süss, sie, bei den verzweifelten Versuchen eine Gepardenforelle zu fangen, zu beobachten.
Ein Höhepunkt für jeden Naturfreund.

Sonntag, 24. April 2005

Karamelisierte Gepardenforelle

Eine sehr ungewöhnliches Rezept, die Hommingberger Gepardenforelle als Nachspeise. Dazu benötigt man pro Gast eine geräucherte Hommingberger Gepardenforelle und eine Honig Zuckerlösung. Die Gepardenforelle übergiesst man ganz einfach mit der dickflüssigen Lösung und nimmt dann einen handelsüblichen Gasbrenner, um das ganze zu karamelisieren - ähnlich wie bei einer Creme Brule.
Dadurch verbindet sich das Räucheraroma der Gepardenforelle mit einem leckeren Honig-Caramelaroma. Eine ungewönliche Geschmacksvariation, an die man sich erstmal gewöhnen muss.
Übrigens reicht man dazu gerne auch etwas Vanillesahne. Einfach nur Schlagsahne mit Vanillezucker aufschlagen.

Gerüchten zufolge wurde dieses Rezept entwickelt, um Gäste, die einfach nicht gehen wollen, endlich loszuwerden - mit etwas Glück für immer. Ein dezenter Hinweis am Telefon: "Ich habe auch ein neues Dessert-Rezept entdeckt, dass ihr unbedingt probieren müsst", hilft meist auch bei den hartnäckigsten Gästen. Da man leider selbst auch etwas davon essen muss, sollte man vorher über ein Glas Strohrum nachdenken, tötet die Geschmacksnerven zuverlässig ab und lässt sich als Glas Wasser ausgeben

Ähm, wie immer wünsche ich guten Appetit.

Freitag, 22. April 2005

Sushi mit Gepardenforelle

Ja, auch für Sushi ist die Hommingberger Gepardenforelle gut geeignet. Dazu braucht man

1. Reis (Rundkornreis) - vor dem Kochen gut waschen, mit klarem Wasser, bis das Wasser beim Waschen klar bleibt. Ältere Bürgerinnen von Hommingberg schwören auf das Waschen des Reis mit dem Waschbrett - allerdings nicht wegen der gründlicheren Reinigung, sondern wegen der Musik, die dabei entsteht. Die soll dem Reis den richtigen Blues vermitteln. Also wer es mag ...

2. Den Reis zusammen mit frischen Hommingberger Bachalgen aufkochen, zur Not kann man in einem Asienladen auch Konbu kaufen, aber es fehlt dann einfach dieser muffige Teichgeschmack.
Bei leichter Hitze köcheln lassen, bis das Wasser aufgesogen ist.
Noch etwas Gurkenwasser hinzugeben und das ganze auskühlen lassen.

3. Frische Hommingberger Gepardenfilets in 1 cm breite Streifen schneiden, aus dem Reis kleine Bällchen formen, mit dem Fisch belegen, leicht andrücken, fertig !

und jetzt nur noch geniessen !

Geräucherte Gepardenforelle

Sicherlich ist das Räuchern von Fisch keine Erfindung aus Hommingberg, aber es wurde hier tatsächlich selbst erfunden, oder besser gefunden.
In Hommingberg ist die Geschichte dieser Entdeckung jedem bekannt. Sie geht auf den Brand der alten Wassermühle zurück (s. dazu auch hier). Im Keller hatte der Müller einige frisch gefangene Gepardenforellen liegen lassen, die nach Ende des Brandes von eingen Plünderern gefunden wurden und die diese sehr lecker fanden.
In den Folgejahren wurden einige Häuser abgebrannt, um diese leckere Zubereitungsart zu realisieren. Erst viele Jahre später, kam man auf die Idee von Räucherkammern, da Holz inzwischen sehr teuer geworden war - schliesslich mussten ja einige Häuser neu gebaut werden - probierte man es zunächst mit Heu und später dann mit frischem Gras. Diese Methode hat sich eigentlich durchgesetzt. Nur der Koch des Restaurants "Zur Wassermühle" schwört auf seine eigene Räuchermischung - unbestätigten Gerüchten zufolge gehören dazu auch alte Autoreifen. Jedenfalls läuft der Verkauf eher schleppend, allerdings soll es in letzte Zeit verstärkt Bestellungen über das Internet geben. Dies werde ich hier aber nicht unterstützen und die Web-Adresse hier weitergeben !

Zum Rezept:
Zutaten
1. Man baue sich eine Räucherkammer, zur Not tut es hier auch eine Sauna aus dem Baumarkt - allerdings brennt die evtl. ab.
2. ca. 1 cbm frisches Gras
3. ca. 10 Hommingberger Gepardenforellen.
4. Salz
5. Feuerzeug, evtl. Grillanzünder oder Spiritus
6. Feuerlöscher

Zubereitung
1. Man nehme zunächst einmal die Gepardenforelle aus und salze die Innenseiten gut ein.
2. Man hänge die Fische in der Räucherkammer auf
3. Man schaffe das frische Gras in die Räucherkammer und zünde es an. Sollte das Gras sehr frisch sein, kann man es vorher mit Grillanzünder oder Spiritus tränken.
4. Wenn es richtig schön qualmt, Tür schliessen und etwa 8 h warten.
5. Mit dem Feuerlöscher die Restflammen löschen, die Fische rausnehmen, FERTIG !

Traditionell wird die geräucherte Hommingberger Gepardenforelle nicht mit Meeretich gereicht, sondern mit Extra-scharfem Löwensenf, ca. 1 Glas pro Fisch.
Eben etwas für Geniesser !

Donnerstag, 21. April 2005

Falsche Gepardenforelle

Ein echter Klassiker aus Hommingberg, die "Falsche Gepardenforelle". Sehr einfach zuzubereiten und lecker. Die Zutaten:

0 g frische Hommingberger Gepardenforelle, filetiert
1 Packung TK-Fischstäbchen
1 Packung TK-Pommes Frites

Die Fischstäbchen und die Pommes nach Packungsanleitung zubereiten und auf grossen Platten zubereiten. Passende Würzsaucen dazu sind z.B. Ketchup oder Mayonaise. Noch raffinerter geht es mit Remoulade aus der Tube zu den Fischstäbchen.

Viel Spass beim Nachkochen und guten Appetit.

Dienstag, 19. April 2005

Für alle Freunde von leckeren Fischgerichten

Diese Web-Seite widme ich speziell Rezepten für die Hommingberger Gepardenforelle. Dieser aussergewöhnliche Süsswasserfisch eignet sich hervorragend für eine Vielzahl von Kochrezepten.
Leider ist dieser Fisch nur schwer zu bekommen, da es sich hierbei, um eine vor allem lokal erhältliche Spezialität handelt. Also treiben Sie den Fischhändler ihres Vertrauens nicht in den Wahnsinn, die meisten Rezepte lassen sich auch mit anderen Fischen zubereiten. Gerade seit dem Bericht bei heise, ist es inzwischen fast unmöglich geworden ausserhalb von Hommingberg noch an die Hommingberger Gepardenforelle zu kommen.

Aktuelle Beiträge

Geräucherte Gepardenforelle
... ist wirklich zu empfehlen. Sie ist auch frisch...
HeinHorn - 23. Nov, 14:20
Hommingberger Fischtafel
Heute mal kein Rezept, sondern gleich eine ganze Hommingberger...
sdiekes - 1. Mai, 13:11
Karamelisierte Gepardenforelle
Eine sehr ungewöhnliches Rezept, die Hommingberger...
sdiekes - 24. Apr, 13:58
Sushi mit Gepardenforelle
Ja, auch für Sushi ist die Hommingberger Gepardenforelle...
sdiekes - 22. Apr, 23:55
Geräucherte Gepardenforelle
Sicherlich ist das Räuchern von Fisch keine Erfindung...
sdiekes - 22. Apr, 00:26

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